Ortsbeirat Schönow und Wirtschaftsausschuss Bernau für Öffnung der Nebenstraßen der Mittelstraße

23.10.2019

Seit mehr als einem Jahr sind viele Nebenstraßen der Schönower Mittelstraße gesperrt. Lärm, hohes Tempo nächtliche Raserei und viele tausend Fahrzeuge zusätzlich belasten Anwohnerinnen und Anwohner. Längere Fahrstrecken über das Nadelöhr Goethestraße verschlechtern die Umweltbilanz des Straßenverkehrs in unserer Stadt. Einkaufsmärkte wie Netto oder REWE verzeichnen Umsatzeinbußen. Der Ortsbeirat Schönow und der Bernauer Finanz- und Wirtschaftsausschuss sind damit nicht länger einverstanden und haben am gestrigen Dienstag entsprechenden Anträgen der CDU-Fraktion Bernau sowie einem Ortsbeiratsantrag, die Nebenstraßen der Mittelstraße unverzüglich wieder zu öffnen, zugestimmt.

In der Schiller-, Lessing- und Waldstraße sollen die Durchfahrtsbeschränkungen zwischen der Berliner Allee bzw. dem Kreisverkehr und der Mittelstraße aufgehoben werden. Die von der Stadtverwaltung wiederholt vorgetragenen Sicherheitsbedenken überzeugen nicht. Seit vielen Jahrzehnten ist der betreffende Verkehrsraum durch eine gemeinsame Nutzung aller Verkehrsteilnehmer geprägt. Daran haben weder die aktuellen Sperrungen noch der zwischenzeitliche Einbau von Asphaltfahrbahnen etwas geändert. Jetzt ist noch besser erkennbar, welcher Teil der Straßen vorrangig von PKW´s genutzt wird. Nach aller Lebenserfahrung werden die neuen Asphaltfahrbahnen bevorzugt. Außerdem werden spätestens mit dem Abschluss der L30-Baumaßnahmen diese Straßen wieder geöffnet. Dann ist die mit den Anträgen jetzt angestrebte Verkehrssituation der Regelfall. Kaum vorstellbar, dass die von der Stadtverwaltung getroffenen Entscheidungen, in den genannten Straßen Asphaltfahrbahnen einzubauen, in Kauf genommen hätten, dass z. B. Fußgänger einem höheren Gefährdungslevel ausgesetzt werden.   

Zur Begründung wird weiter darauf verwiesen, dass im Bereich der Gerhart-Hauptmann-Straße, der Heinrich-Heine-Straße und der Fontanestraße die Anschlüsse an die L30 für eine Nutzung hergestellt sind. Die Zufahrt zu den Einkaufsmärkten kann vereinfacht werden. Wegen der durch Sperrung bedingten Umsatzeinbußen der letzten Monate sowie das anstehende Weihnachts- und Adventsgeschäft geboten. Die genannten Straßen entsprechen nach Art, Lage und Beschaffenheit der Situation vor den Sperrungen. Eine zusätzliche Gefährdung durch die gemeinsame Nutzung von Fußgängern, Radfahrern und motorisierten Verkehrsteilnehmern ist nicht belegt.

aktualisiert von Daniel Sauer, 23.10.2019, 07:20 Uhr