Private und öffentliche Unternehmen investieren in Bernau viel Geld

Beeindruckende Zahlen bei „Bauen in Bernau – Impulse für die regionale Wirtschaft“

Bernau (hr). Auch bei der fünften Auflage der von der CDU Bernau, dem Barnimer Mittelstandshaus und der Mittelstandsvereinigung Barnim (MIT) der CDU organisierten Veranstaltung „Bauen in Bernau – Impulse für die regionale Wirtschaft“ konnten private und öffentliche Unternehmen beeindruckende Zahlen über ihre Investitionstätigkeit präsentieren. Bei der Bestandsaufnahme und dem Blick in die Zukunft wurde deutlich, dass in diesem Jahr und in den Folgejahren viel Geld in die Hand genommen wird, um Bernau als Wohn- und Wirtschaftsstandort für die Zukunft fit zu machen.

So wird die Deutsche Bahn, wie der Leiter des Bahnhofsmanagement Frankfurt/Oder der DB Station und Service AG, Dirk Gellrich, verdeutlichte, bis zum zweiten Quartal 2012 insgesamt vier Millionen Euro investieren, um den Bahnhof Bernau zeitgerecht zu gestalten. Nicht nur Bahnsteige und Treppenaufgänge werden erneuert, auch der behindertengerechte Ausbau mit Aufzug für die Regionalgleise wird in der nächsten Zeit erfolgen. Außerdem soll auch die Sanierung des Außengebäudes in absehbarer Zukunft in Angriff genommen werden.
Für die Brandenburg Klinik wird nach den Worten von Regionaldirektor Michael Scheider aktuell die Klinik II mit rund einer Million Mark saniert. Auf Grund veränderter Richtlinien und Qualitätsstandards sei im Bereich der Neurologie ein Neubau notwendig, der um die 15 Millionen Euro kosten werde. Das Projekt sei aber nur zu realisieren, wenn die Banken mitspielten.
Die Stadtwerke Bernau haben für 2011 Investitionen von 2,7 Millionen Euro fest im Blick. Sanierung, Netzausbau und Ersatz von Schaltanlagen stehen im Vordergrund. Gleichzeitig, so Geschäftsführerin Bärbel Köhler, investiere man als Geschäftsbesorgungsträger für den Abwasserverband Panke-Finow weitere 3,6 Millionen Euro.
„Zukünftig werden wir verstärkt in den Neubau qualitativ hochwertiger Wohnungen in Bernau und Schönow Geld stecken“, machte der Technische Geschäftsführer der Wohnungs- und Baugesellschaft Bernau, Jens Häßler, deutlich. Zuerst aber müssten bestehende Wohnungen auf den neuesten Stand gebracht werden. Vorgesehen seien für 2011 Investitionen von 13,1 Millionen Euro. 2012 würden noch einmal 11 Millionen Euro eingeplant und ab 2012 gehe sein Unternehmen von jährlichen Ausgaben von sieben Millionen Euro aus.
Auch die Gemeinnützige Gesellschaft für Alten- und Behindertenpflege mbH (GGAB) wird für ihre Alteneinrichtungen insgesamt vier Millionen für Sanierung und Neubau von Wohn- und Pflegeplätzen aufbringen. „Wir haben im Bereich des Altbaus im Seniorenzentrum Regine Hildebrandt und in der Einrichtung in Waldfrieden Plätze, die nicht mehr den Ansprüchen genügen“, erklärte Geschäftsführerin Sabine Preußner den Investitionsbedarf.
Mit Investitionsvorhaben in Höhe von 20 Millionen Euro ist die Stadt Bernau 2011 der größte Investor. Eckhard Illge, stellvertretender Bürgermeister, erklärte, dass 10,25 Millionen für den Hochbau und über neun Millionen Euro für den Tiefbau vorgesehen sein. Besonders viel Geld werde in Schulen und Kindertagesstätten mit insgesamt sieben Millionen Euro gesteckt. Für die nächsten Jahre gehe er von einem jährlichen Investitionsvolumen von 15 bis 17 Millionen Euro aus.
Thomas Rebs von der STAB Grundstücksentwicklungsgesellschaft Bernau mbH erläuterte die Maßnahmen zur Entwicklung von Gewerbegebieten und den Rückbau beziehungsweise Ausbau alter Kasernenflächen. Und zum Abschluss verwies der stellvertretende Landrat des Kreises Barnim, Carsten Bockhardt (CDU), auf die Möglichkeit für Unternehmen, sich unter www.barnim.de sowohl über aktuelle Ausschreibungen des Landkreises zu informieren als auch Informationen über geplante Auftragsvergaben des Flughafen Berlin Brandenburg International einzusehen. „Das verstehen wir als Service für unsere heimischen mittelständischen Unternehmen“, hob Bockhardt hervor.
Die Veranstalter konnten sich nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch am Ende über viel Lob freuen. Auch Wirtschaftsminister Rolf Christoffers zollte Anerkennung: „Eine sinnvolle, eine gute und wichtige Veranstaltung.“

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