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16.06.2012, 11:47 Uhr
CDU-Initiative zum Bestattungswald konnte sich nicht durchsetzen
Frank Goral stellte umfangreiches Material zur Verfügung
Der geplante Bestattungswald in der Nähe der Waldsiedlung beschäftigte am vergangenen Donnerstag erneut die Bernauer Stadtverordnetenversammlung. Auf dem Prüfstand dabei: Der Beschluss der Stadtverordneten vom vergangenen Jahr, eine Fläche von 60 Hektar für Waldbestattungen auszuweisen. CDU-Fraktionschef Frank Goral versuchte mit seinem Antrag, zunächst nur fünf Hektar als Fläche zur Verfügung zu stellen, weitere 30 vorzuhalten und die Waldflächen um die Friedhöfe in den Ortsteilen Schönow und Ladeburg auf Eignung untersuchen zu lassen, eine neue Variante einzubringen.
Goral hatte dazu umfangreiches Material zusammengestellt. „Er ließ sich von den Kirchen, die in Bernau die Friedhöfe betreiben, Stellungnahmen schreiben. Er recherchierte im Internet, welche Kommunen in Deutschland bereits Bestattungswälder haben, fragte nach deren Größe, Frequentierung und Kosten in Stadt- und Gemeindeverwaltungen nach und sprach mit Förstern und Jägern“ (MOZ, 16./17. Juni 2012).
Der CDU-Fraktionsvorsitzende stellte den Bernauer Stadtverordneten sein umfangreiches Material vor und machte eindringlich deutlich, warum er seine Variante für die bessere Lösung hält. „Wir würden damit dem Bedürfnis nach dieser Bestattungsform Rechnung tragen“, erklärte er.
Letztlich lehnte die Mehrheit der Stadtverordneten die CDU-Initiative ab und gaben der von sechzig auf dreißig Hektar reduzierten Lösung den Vorzug.
aktualisiert von Hartmut Raetzer, 16.06.2012, 11:49 Uhr