CDU-FDP-Fraktion fordert Bau von zwei Kunstrasenplätzen

Chronischer Kapazitätsmangel am Wasserturm

Bernau (hr). Nach Auskunft der Verwaltung verfügt die Stadt Bernau derzeit über 55.000 Quadratmeter Außensportflächen. „Dies ist“, erklärt CDU-Stadtverordneter Othmar Nickel, „exakt die Hälfte der in den Landesrichtlinien vorgegebenen Einrichtungen für den Sport im Freiluftbereich.“ Wie prekär teilweise die Lage für Schulen und Vereine ist, zeige sich am Beispiel des Kunstrasenplatzes am Wasserturm. Dort gebe es chronische Kapazitätsprobleme. Doppelt- und Dreifachbelegungen seien an der Tagesordnung, so dass häufig ein vernünftiger Trainingsbetrieb kaum möglich sei.

Wie schwierig die Trainingsbedingungen am Wasserturm sind, geht aus den Schilderungen eines Jugendtrainers hervor, der mit seiner C1-Jugend montags und donnerstags den Kunstrasenplatz nutzt: „Am Donnerstag ab 17 Uhr trainieren auf der einen Platzhälfte zwei Jugendmannschaften mit etwa 40 Kindern; die andere Hälfte teilen sich zwei weitere Jugendmannschaften“, klagt Tom Heidemeier. Bei diesen Platzmöglichkeiten sei ein praxisrelevantes Training nicht mehr durchzuführen.
„Mit Blick auf die Zukunft stellt die Errichtung eines Kunstrasengroßfeldes am Standort Rehberge und eines Kleinfeldes in Schönow einen wichtigen Schritt zur Lösung vorhandener Probleme und für die positive Entwicklung der Freiluftsportarten in Bernau dar“, hebt Nickel hervor. Wenn man wolle, dass die positive Entwicklung der Sportvereine besonders im Kinder- und Jugendbereich weiter gefördert werde und den Sportflächenbedarf wegen steigenden Schülerzahlen an den Bernauer Schulen Rechnung trage, komme man am Bau der Plätze in Schönow und Rehberge kaum vorbei.
Der Standort Rehberge biete sich vor allem an, weil auf Grund der Entfernung zu Wohngebieten keine Belästigung von Anwohnern erfolge. Außerdem sei dort die nötige Infrastruktur bereits vorhanden: genügend Parkplätze, Nutzung des Sozialtrakts des FSV Bernau und eine Erdwärmeanlage, die gegebenenfalls in eine Rasenheizung eingebunden werden könne. Hinzu komme die gute Erreichbarkeit der Anlage. Davon werde auch die Tobias-Seiler-Oberschule profitieren, die über keine eigenen Sportanlagen verfügt und hier ihren Leichtathletikunterricht durchführen könnte.

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