Ladeburger irritiert über neue Baupläne auf Ackerflächen

04.08.2019

Für Irritationen sorgen jetzt bekanntgewordene Pläne des Rathauses für zusätzliche Wohnbebauung in Ladeburg. Die Stadtverwaltung hat auf die Tagesordnungen der nächsten Ortsbeiratssitzung und der SVV eine Änderung des Flächennutzungsplans im Bernauer Ortsteil Ladeburg gesetzt. An der Plantage soll eine zurzeit für die Landwirtschaft genutzte Fläche zu einem neuen Wohngebiet mit mehr als 6.000 qm umgewidmet werden. Es handelt sich dabei um den Standort, der lange Zeit für die Errichtung eines Nahversorgers in Ladeburg im Rennen war.

Dass diese Pläne jetzt direkt nach der Kommunalwahl vorangetrieben werden sollen, sorgt bei vielen Ladeburgern für Unmut. Irritiert zeigten sich auch Daniel Wendt, sachkundiger Einwohner der CDU-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss, und der stellvertretende Ortsvorsteher Daniel Sauer. „Um den Wunsch nach einem Einkaufsmarkt in der Nachbarschaft zu erfüllen, waren wir bereit An der Plantage landwirtschaftliche Flächen umzuwidmen. Das der Markt dort leider nicht hingekommen ist, lag an der mangelnden Verkaufsbereitschaft des Eigentümers. Diese Weigerung erscheint jetzt in einem anderen Licht“, wundert sich Daniel Sauer.

Die Bernauer Christdemokraten werden sich für den Erhalt der Landwirtschaftsflächen einsetzen und dafür auch um Unterstützung bei den anderen Fraktionen werben. „Ich denke, dass die Stadtverwaltung gut beraten ist, die Vorlage zu überarbeiten. Da wir für den NORMA-Markt einen anderen Standort planungsrechtlich gesichert haben, können wir An der Plantage Feldrain und Acker erhalten“, ergänzt Daniel Wendt.

aktualisiert von Daniel Sauer, 04.08.2019, 11:34 Uhr